Wie man ein S1-Ultraschallgerät in der Veterinärmedizin einrichtet

1. Geräteübersicht

Das S1 Veterinär-Ultraschallsystem ist ein vielseitiges, tragbares Diagnosegerät für die Untersuchung von Bauchorganen, die Geburtshilfe und die Darstellung oberflächlicher Strukturen bei Tieren wie Rindern, Pferden, Hunden, Katzen, Schafen, Schweinen, Kamelen und anderen. Es zeichnet sich durch hochauflösende Bilder, multimodale Messungen und Bildoptimierung aus und verfügt über eine benutzerfreundliche Oberfläche, die auf vielfältige klinische Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Wichtigste Spezifikationen

Anzeige: 5,6-Zoll-LED-Bildschirm für medizinische Zwecke (256 Graustufen)

Sondentypen: Konvexe/lineare Anordnung (optional: Rektal-, Rückenfett- und Spezialsonden)

Frequenzbereich: 2,0 MHz–9,0 MHz (deckt oberflächliche bis tiefe Abtastung ab)

Speicher: 32 GB (unterstützt 255-Frame-Cine-Review)

Akkulaufzeit: ca. 3 Stunden (2600-mAh-Akku)

Sprachen: Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch usw.

2. Grundlegende Operationen

(1). Ein-/Ausschalten

Einschalten: Drücken Sie den Netzschalter auf der rechten Seite, um die Benutzeroberfläche zu aktivieren.

Ausschalten: Zum Ausschalten den Netzschalter 3 Sekunden lang gedrückt halten.

Batterieanzeige:

Die Statusleiste unten zeigt den Akkustand an. Ein blinkendes Symbol signalisiert einen niedrigen Akkustand; laden Sie den Akku umgehend auf.

Verwenden Sie den 14-V-Ladeanschluss. Die LED leuchtet während des Ladevorgangs rot und grün, wenn der Akku vollständig geladen ist.

(2). Schnittstellenlayout

Rechtes Bedienfeld: Einstellknöpfe für Verstärkung, Tiefe, Fokus usw.

Linke Pfeiltasten: Navigieren und Parameter anpassen.

Untere Statusleiste: Zeigt Uhrzeit, Datum, aktuelle Tiefe, Körpermarkierung und Akkustand an.

Funktionstasten:

Freeze-Taste (oben links): Unterbricht die Echtzeit-Bildaufnahme zur Anpassung der Einstellungen.

Schaltfläche „Filmwiedergabe“ (unten rechts): Spielt gespeicherte Clips wieder (bis zu 255 Einzelbilder).

Schaltfläche „Speichern/Durchsuchen“ (unten rechts): Speichert Bilder oder greift auf gespeicherte Daten zu.

Wichtige operative Richtlinien

(1). Sondenauswahl und -umschaltung

Anwendungsbereiche:

Konvexsonde (3,5 MHz): Abdominale Ultraschalluntersuchungen bei großen Tieren (z. B. Rindern, Pferden).

Linearsonde (7,5 MHz): Oberflächliche Strukturen (z. B. muskuloskelettale oder okuläre Scans bei Hunden/Katzen).

Rektale Sonde (6,5 MHz): Untersuchungen des Fortpflanzungs- oder Verdauungstrakts bei Großtieren.

Schritte:

Drücken Sie die Freeze-Taste, um die Bildaufnahme anzuhalten.

Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zu „Weitere Einstellungen“ → „Sondenoptionen“.

Wählen Sie die Zielsonde (z. B. „Rektalsonde“) aus und bestätigen Sie mit der OK-Taste.

Starten Sie das Gerät neu, um die neue Sonde zu aktivieren.

(2) Bildoptimierungstechniken

(1) Einstellen von Verstärkung und TGC

Gesamtverstärkung (0–255): Beginnen Sie im mittleren Bereich (~128). Passen Sie die Einstellung an die Gewebeechogenität an.

Flüssigkeitsgefüllte Bereiche (z. B. Blase): Reduzierte Gewichtszunahme (erscheint schwarz).

Dichtes Gewebe (z. B. Leber): Verstärkung erhöhen (einheitliches Grau).

Zeitgewinnkompensation (TGC):

Nahfeldverstärkung (-31~0): Reduziert die Helligkeit, um eine Überbelichtung zu vermeiden.

Fernfeldverstärkung (0~31): Verstärkung tiefer Gewebesignale für eine ausgewogene Bildgebung.

Beispiel:

Bei Blasenscans sollte die Fernfeldverstärkung verringert werden, um die akustische Verstärkung auszugleichen.

(2) Fokus und Schärfe einstellen

Elektronischer Fokus: Verwenden Sie die 4-Segment-Fokussierung. Richten Sie den Zielbereich an der Fokusmarkierung auf dem Bildschirm (seitlicher Pfeil) aus.

Tiefensteuerung:

Zielorgane sollten 3/4 des Bildschirms einnehmen (z. B. Hunde-Niere in 5-8 cm Tiefe).

Höhere Frequenzen (7,5 MHz) für flache Strukturen; niedrigere Frequenzen (3,5 MHz) für tiefe Scans.

(3) Nachbearbeitungswerkzeuge

Kantenschärfung (0-3): Verbessert die Konturschärfe (empfohlen: Stufe 2).

Farbkarten (24 Optionen): Hervorhebung des Blutflusses oder bestimmter Echos (z. B. „Blaue Karte“ für hypoechogenen Kontrast).

3. Besondere Funktionen

(1) Geburtshilfliche Messpakete

Verfahren:

Wählen Sie die Tierart (z. B. „Rinder“).

Aktivieren Sie die Schaltfläche „Geburtshilfliche Messung“ und wählen Sie Parameter aus (z. B. BPD, CRL).

Messpunkte markieren; das System berechnet die Schwangerschaftsdaten automatisch.

(2) Rückenspeckmessung

Modi:

Automatikmodus: Positionieren Sie die Sonde über dem Rückenspeckbereich zur automatischen Dickenmessung.

Manueller Modus: Subkutane Fett-Muskel-Grenzen manuell markieren.

(3) Punktionsführung

Punktionslinien aktivieren und Winkel/Positionen für die Echtzeit-Visualisierung des Nadelwegs anpassen.

4. Wartung und Vorsichtsmaßnahmen

Sondenpflege:

Sonden nach Gebrauch reinigen; Stöße vermeiden.

Rektale Sonden vor der Lagerung desinfizieren.

Datenmanagement:

Um Speicherplatz freizugeben, sollten Sie regelmäßig Daten per USB exportieren.

Fehlerbehebung:

Unscharfe Bilder: Prüfen Sie den Sondenkontakt oder starten Sie das Gerät neu.

Parameterfehler: Verwenden Sie „Ein-Tasten-Zurücksetzen“, um die Standardeinstellungen wiederherzustellen.

5. Klinische Tipps

Große Tiere: Verwenden Sie eine 3,5-MHz-Konvexsonde mit einer Tiefe von 15-20 cm.

Notfälle bei Kleintieren: Aktivieren Sie hohe Bildwiederholraten (≥60Hz), um Bewegungsartefakte zu minimieren.

Unterricht: Nutzen Sie die Filmanalyse zur Einzelbild-Pathologieanalyse.

Anhang: Kurzanleitung zum Arbeitsablauf

Einschalten → Sonde auswählen → Verstärkung/Tiefe einstellen → Ziel scannen → Bild einfrieren → Speichern/Messen → Ausschalten

Die Beherrschung dieser Schritte verbessert die Effizienz und Genauigkeit der Diagnose. Weitere Unterstützung finden Sie im Benutzerhandbuch oder erhalten Sie beim technischen Support.


Veröffentlichungsdatum: 27. März 2025