1. Beobachtungsmethode
Etwa 20 Tage nach der Bedeckung sind die Mutterschafe nicht brünstig. Solange kein ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide auftritt und keine Gebärmuttererkrankungen in der Vorgeschichte vorliegen, kann eine Trächtigkeit zunächst festgestellt werden. Mit fortschreitender Trächtigkeit steigt die Futteraufnahme des Mutterschafs deutlich an, die Gewichtszunahme beschleunigt sich, der Bauchumfang nimmt nach 1,5 bis 2 Monaten merklich zu und das Euter füllt sich allmählich. In dieser Phase ist auf Scheinbrunst zu achten, da einige trächtige Mutterschafe noch brunstähnliche Verhaltensweisen wie Schwanzwedeln und Quieken zeigen.
2. Ram-Testmethode
Während der normalen Brunstphase der Mutterschafe (ca. 17 Tage) werden Widder in die Herde eingeführt. Trächtige Mutterschafe meiden die Widder aktiv und lassen sich nicht über sie klettern. Sie zeigen kein Schwanzwedeln, kein Blöken und keine anderen Balzrituale. Diese Methode sollte frühestens 20 Tage nach der Besamung angewendet werden, um eine verfrühte Diagnose und damit verbundene Fehlinterpretationen zu vermeiden. In Gruppenbetrieben kann diese Testmethode genutzt werden, um nicht trächtige Mutterschafe schnell zu identifizieren. Eine rechtzeitige Besamung kann die Reproduktionsrate insgesamt verbessern.
3. Beobachtung äußerer Anzeichen
Trächtige Mutterschafe zeigen drei typische Anzeichen: ein glänzendes, glattes Fell, einen langsameren, aber stetigen Gang, einen starken Appetit und längere Fresszeiten. Das Temperament der Mutterschafe ist deutlich ruhiger, sie zeigen weniger aggressives Verhalten und ziehen sich eher zurück. Ab dem zweiten Trächtigkeitsmonat wölbt sich der Bauch einseitig vor. Erfahrene Fachkräfte können die Kindsbewegungen durch Abtasten feststellen, müssen dabei aber auf die richtige Technik achten, um eine Fehlgeburt zu vermeiden.
4. Methode zur Erkennung der Vaginalschleimhaut
Bei der Untersuchung mit einem sterilisierten Lumenöffner zeigt die Vaginalschleimhaut trächtiger Schafe charakteristische Veränderungen: Sie ist blassrosa, solange keine Trächtigkeit vorliegt, wird nach der Befruchtung blassweiß und kehrt innerhalb von 30 Sekunden nach Öffnung des Lumens schnell wieder zu ihrer ursprünglichen rosa Farbe zurück. Die Methode erfordert eine strikte Sterilisation der Instrumente, und die Untersuchungsdauer ist auf 15 Sekunden begrenzt, um eine Gebärmutterentzündung zu vermeiden. Im Gegensatz zur weißen Membran, die durch eine gewöhnliche Entzündung verursacht wird, ist die weiße Membran bei Trächtigkeit gleichmäßig in der Konsistenz und weist keine anhaftenden abnormalen Sekrete auf.
5. Methode zur Analyse des Vaginalschleims
Der Vaginalsekret trächtiger Mutterschafe ist transparent und gelartig, stark dehnbar und kann ohne zu reißen auf 8–10 cm gedehnt werden. Nach dem Trocknen bildet er kristalline Strukturen. Der Schleim nicht-trächtiger Mutterschafe ist gräulich-weiß und dünnflüssig, schlecht dehnbar und reißt leicht. Diese Untersuchung sollte 25–30 Tage nach der Paarung durchgeführt werden, da eine frühe Messung aufgrund der noch nicht vollständigen Veränderung der Schleimeigenschaften zu Fehldiagnosen führen kann.
Früherkennung einer Schwangerschaft mithilfe eines speziellenUltraschallgerät für Schafe
Das veterinärmedizinische Ultraschallgerät von Dawei ermöglicht eine präzise Trächtigkeitsdiagnose ab dem 30. Trächtigkeitstag. Seine 3,5-MHz-Konvexsonde zeigt die Lage des Embryos deutlich an und kann ab dem 45. Trächtigkeitstag die Anzahl der Föten genau bestimmen. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden liegt die Fehldiagnoserate der Ultraschalluntersuchung unter 2 %. Zudem können Gebärmutterentzündungen und andere Komplikationen gleichzeitig diagnostiziert werden. Es wird empfohlen, nach der ersten Untersuchung mit herkömmlichen Methoden eine Ultraschalluntersuchung bei mutmaßlich trächtigen Mutterschafen durchzuführen, um die Genauigkeit der Diagnose zu gewährleisten und die Gerätekosten zu senken.
Für die Zuchtpraxis wird ein dreistufiges Diagnoseverfahren empfohlen: eine erste Untersuchung durch Verhaltensbeobachtung 20 Tage nach der Paarung, eine Schleimhautuntersuchung nach 30 Tagen und die Bestätigung der Diagnose durch Ultraschalluntersuchung des Schafs nach 45 Tagen. Mit dieser Strategie, die mehrere Methoden kombiniert, lässt sich eine Genauigkeit von 99,7 % bei der Trächtigkeitsdiagnose erzielen und das Risiko übersehener nicht-trächtiger Läufigkeiten sowie Fehldiagnosen von Fehlgeburten effektiv vermeiden.
Veröffentlichungsdatum: 10. April 2025



