Analyse der Anwendung eines tragbaren veterinärmedizinischen Ultraschallsystems zur Trächtigkeitsdiagnose bei Milchkühen

Mit der Weiterentwicklung der Milchwirtschaft und dem Aufkommen einer neuen Generation von Milchbauern zählt das tragbare veterinärmedizinische Ultraschallgerät zu den neuen Anwendungstechnologien. Es findet zunehmend Verwendung in der Milchwirtschaft und wird von den meisten Milchbauern gut angenommen. Auch zukünftige Einsatzmöglichkeiten sind vielversprechend. Allerdings fehlt es vielen Betrieben an Personal, das sich um die Wartung der Geräte kümmert. Dies führt zu unsachgemäßer Nutzung, Beschädigungen und anderen Problemen.

 

Anwendung von tragbaren veterinärmedizinischen Ultraschallgeräten in Rinderzuchtbetrieben

 

Der Techniker, der das Ultraschallgerät bedient, sollte systematisch in den grundlegenden Bedienungsabläufen geschult sein und über Erfahrung in der Durchführung rektaler Untersuchungen verfügen. Die rektale Untersuchung ist die wichtigste Methode zur Trächtigkeitsdiagnose. Für einen reibungslosen Ablauf der Ultraschalluntersuchung in der Veterinärmedizin ist die Koordination zwischen Tier, Personal und Ultraschallgerät unerlässlich. Die einzelnen Schritte sind wie folgt:

Milchkühe

 

Nutzungsbedingungen des tragbaren veterinärmedizinischen Ultraschallgeräts

 

Vor der Verwendung des Ultraschallgeräts für Untersuchungen müssen die spezifischen Umgebungsbedingungen genau verstanden werden. Die Betriebstemperatur des Ultraschallgeräts sollte zwischen 10 °C und 40 °C liegen, die relative Luftfeuchtigkeit (sofern nicht kondensierend) zwischen 30 % und 75 %. Zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt nicht nur die Bildgebung, sondern verkürzt auch die Lebensdauer des Geräts. Die Höhe über dem Meeresspiegel sollte unter 2000 Metern liegen, der Luftdruck zwischen 700 hPa und 1060 hPa. In der Umgebung dürfen keine brennbaren Gase oder Flüssigkeiten vorhanden sein. Bei schlechtem Wetter sollte die Untersuchung möglichst vermieden werden. Während der Verwendung des Ultraschallgeräts sollte die Nutzung von Mobiltelefonen so gering wie möglich gehalten oder ganz vermieden werden. Mobiltelefone erzeugen ein starkes Magnetfeld, und auch Ultraschallgeräte weisen ein elektromagnetisches Feld auf. Die gleichzeitige Nutzung beider Geräte beeinträchtigt die Bildgebung und kann die Lebensdauer des Ultraschallgeräts erheblich verkürzen.

 

 

Ermitteln Sie, welche Rinder untersucht werden sollen.

 

Vor der Inspektion sollten Sie sich zunächst die Zuchtunterlagen und den allgemeinen Reproduktionsstatus des Viehs auf dem Betrieb ansehen. Die Trächtigkeitsdauer von ausgewachsenen Kühen sollte mehr als 33 Tage betragen, die von Jungrindern mehr als 30 Tage. Bei einer zu frühen Inspektion kann es leicht zu Fehlinterpretationen kommen. Daher wird empfohlen, die Inspektion etwa 33 Tage nach Beginn der Trächtigkeit durchzuführen.

 

 

Vorbereitende Arbeiten vor der Inspektion

 

Vor der Untersuchung ist saubere und sterilisierte Arbeitskleidung, eine Schutzhaube, hohe Lederstiefel und Einweghandschuhe anzulegen. Die Einweghandschuhe sollten vor der Anwendung mit Paraffinöl oder Seifenwasser eingefettet werden. Die zu untersuchenden Rinder sollten ruhig gehalten werden. Um Verletzungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung eines Treibstocks. Besonders widerspenstige Tiere sollten von einer zweiten Person geführt werden. Anschließend muss der Enddarm der Kühe so weit wie möglich entleert werden, da Kotreste die Sicht bei der Untersuchung beeinträchtigen.

 

 

Trächtigkeitsuntersuchungen bei Milchkühen

 

Bei der Untersuchung von Kühen ist es wichtig, die Funktionsweise des tragbaren Ultraschallgeräts zu verstehen. Knochen reflektieren Ultraschall und erscheinen daher weiß, während Körperflüssigkeiten durchdringen und schwarz erscheinen. Zunächst wird die sterilisierte Ultraschallsonde mit der Spitze nach unten nahe an die Darmwand und in Richtung Gebärmutter geführt. Anschließend wird sie langsam in den Enddarm eingeführt. Sollte die Kuh dabei Reizgeräusche von sich geben, ist die Einführung sofort zu stoppen und die Sonde langsam im Rhythmus der Reizgeräusche zurückzuziehen. Die Sonde wird dann sanft massiert, um die Reizreaktion für die weitere Untersuchung zu reduzieren. Während des langsamen Einführens verändert sich das Ultraschallbild. Besondere Aufmerksamkeit sollte auf große schwarze Schatten gerichtet sein; diese stellen die Blase dar und sind ein wichtiges Beurteilungsmerkmal. Bei voller Blase wird die Gebärmutter nach vorne gedrückt, was die Trächtigkeitsdarstellung beeinträchtigt. Die Untersuchung kann nach dem Wasserlassen erfolgen.

 

Wegen der hohen Rate an frühen Fötalsterblichkeitsraten und Kuhaborten innerhalb von 60 Tagen nach der Paarung wird empfohlen, nach der Ultraschalluntersuchung am 33. Tag eine rektale Untersuchung etwa am 90. Tag durchzuführen, um die Diagnose zu bestätigen.

 

 

Erhaltung von Bildern tragbarer veterinärmedizinischer Ultraschallgeräte

 

Bei der Trächtigkeitsuntersuchung von Kühen sollten wiederholte Scans des Untersuchungsbereichs durchgeführt werden, um ein möglichst klares und aussagekräftiges Bild zu erhalten. Dieses Bild sollte anschließend sofort eingefroren und gespeichert werden. Die wiederholte Untersuchung muss schonend erfolgen, um Irritationen bei der Kuh zu vermeiden.


Veröffentlichungsdatum: 05.06.2023